Standardsoftware ist sinnvoll, wenn ein Prozess branchenüblich ist und durch ein etabliertes Produkt gut abgedeckt wird. Individuelle Software wird interessant, wenn Workarounds, doppelte Dateneingabe und Systembrüche dauerhaft Kosten erzeugen.
Gute Gründe für Eigenentwicklung
- Der Prozess ist ein echter Wettbewerbsvorteil.
- Mehrere Systeme müssen tief integriert werden.
- Standardsoftware bildet zentrale Regeln nicht sauber ab.
- Rollen, Daten oder Workflows haben besondere Anforderungen.
- Manuelle Arbeit wächst schneller als das Unternehmen.
Nicht alles selbst bauen
Auch individuelle Systeme sollten vorhandene Dienste nutzen, wo sie gut passen: Authentifizierung, Zahlungsanbieter, E-Mail, Cloud Storage oder etablierte APIs. Eigenentwicklung sollte sich auf die Teile konzentrieren, die wirklich individuell sind.
Schrittweise statt Big Bang
Ein klar begrenzter erster Produktkern reduziert Risiko. Datenmodell und Architektur sollten Erweiterungen zulassen, aber nicht jede mögliche Zukunft vorab implementieren.
